













Sonntag wurde noch einmal lecker gefrühstückt, dann die Koffer und Taschen verladen und danach verabschiedeten wir uns von Stefan und seiner Tochter. In der Nacht hatte die Alarmanlage nicht ausgelöst, ein gutes Zeichen?
Wir fuhren erst einmal in Richtung Flughafen und auf der Autobahn in Richtung Somerset West. Dort fuhren wir ab in Richtung Strand. Das ist ein kleiner Ort, der so heißt. Der aber auch einen tollen Strand hat. Von dort ging es nach Gordon's Bay, wo die R44 gleichzeitig zur Whale Coast Road wurde. Wie der Opa versprochen hatte, war hier der Weg das Ziel. Eine tolle Küstenstraße sollte uns bis nach Stony Point / Bettys Bay führen. Die R 44 geht auch weiter, hier war ein Zwischenstopp bei den Pinguinen geplant.
Auf der R 44 waren einige Baustellen, es wurde fleissig Instand gesetzt. Wale oder Delfine konnten wir leider nicht erblicken. Als die Straße wieder ins Inland führte, war auch bald Bettys Bay erreicht. Hier steuerten wir den kleinen Hafen an, wo sich von einigen Jahren eine Pinguin Kolonie angesiedelt hatte.
Ein Pärchen war direkt an der Zufahrt zu sehen. Überall waren Hinweise, das man auf diese niedlichen Tiere aufpassen sollte. Langsamen und achtsames Fahren, Kontrolle des Bodens unter dem Wagen, wenn es wieder weiter ging.
Obwohl wir unser gesamtes Gepäck im Auto hatten riskierten wir den Rundgang. Stony Point gilt als sicher. Wir konnten ganz nah an diese frei lebenden Tiere Ran und einige Fotos und Videos machen. Danach kehrten wir im dortigen Restaurant ein, um eine Kleinigkeit zu essen. Unterbrochenen wurde das nur, weil plötzlich wieder der Alarm des Busses auslöste. Einmal mit der Fernbedienung auf und abgeschlossen und es war wieder Ruhe. Nichts war wirklich passiert.
Entspannt setzten wir die letzte Strecke bis zur neuen Unterkunft fort. Wir kamen am Nachmittag in der Vermont Loft an. Das Haus fanden wir nur mit Hilfe des Navis. Der Opa hätte übrigens das Navi Paket der Autovermietung nicht gebucht. Er hatte direkt am Flughafen eine südafrikanische SIM Karte gekauft und die in ein altes Handy einsetzen lassen. So konnten wir im dortigen Netz telefonieren und surfen. Das Handy wurde als Hotspot eingerichtet mit erst einmal 20 Gigabyte Volumen versehen. Somit konnten Oma, Opa und Yvonne jederzeit ihr eigenes Handy im WLan nutzen.
Die gebuchte Unterkunft war der Hammer. Wir waren im Haus von Katrin und Peter untergebracht und konnten die voll eingerichtete erste Etage nutzen. Die Beiden leben im Erdgeschoss. Katrin kümmert sich um alles. Sie ist eine liebenswerte Person, die man einfach sofort ins Herz schließen muss. Sie stammt aus Namibia und spricht ein perfektes Deutsch. Nur wenn Peter dabei war wechselten wir auf Englisch.
Sie war ständig bemüht, uns einen angenehmen Aufenthalt zu bieten und uns bei der Buchung einer Tour auf dem Schiff zu helfen, um Wale zu sehen.
Leider waren hier nur zwei Nächte gebucht. Das war ein Ort, an dem man es länger gut aushält.
Oma Uschi hatte sich arg gequält über den ganzen Tag. Ihr Zustand hatte sich weiter verschlechtert. Katrin bot uns an, ihren Hausarzt zu bestellen. Der kam auch prompt und machte einen Hausbesuch. Es war eine sehr aufmerksame Untersuchung, er hörte sich alles an und zog seine Schlüsse. Wahrscheinlich waren viele Symptome, die Uschi mit Medikamenten bekämpfte, zu viel. Also das Zusammenspiel der einzelnen Arzneien. Er verschrieb ihr etwas, um das zu stabilisieren. Man könnte ihn jederzeit anrufen. Wo gibt es das noch in Deutschland? Keine Wartezeiten in Praxen, Hausbesuche und 24/7 Erreichbarkeit "seines" Arztes?
Eigentlich wollten wir den Abend mit einem leckeren Essen in einem Restaurant abschließen. Das wäre aber zu viel für Oma Uschi gewesen. Also bestellten wir etwas beim Italiener und der Opa fuhr nochmal los, das abzuholen. Nach dem gemeinsamen Essen endete dieser aufregende Tag. Katrin meldete sich noch und bereitete und vorsichtig darauf vor, dass das Wetter für eine Waltour zu schlecht sein könnte. Der nächste Tag würde das entscheiden.
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Kommentare
Gute Besserung für die liebe Uschi, dass sie schnell wieder fit ist und diese einzigartige Tour in vollen Zügen genießen kann.
Ich freue mich jeden Tag auf Eure Berichte. Vielen Dank dafür.